Wandern und Ausflüge
Von Lindlar sagt man aus der Zeit um 1800 bis 1850, dass dort die meisten Witwen und Waisen lebten. Heute heißt es: „Lindlar ist steinreich". Beides hängt mit den Steinbrüchen in Lindlar zusammen.
Dort wird das Sedimentsgestein „Grauwacke" abgebaut und weiter verarbeitet. Dieser Stein ist über 350 Millionen Jahre alt.
Der „Steinhauerpfad" führt durch das Steinbruchgebiet nördlich von Lindlar. Es trägt den Namen „Brungerst". Dieser Höhenzug liegt auf 347 mNN. Seit über 150 Jahren wird hier Crauwacke abgebaut.
Der „Steinhauerpfad" wurde im Jahre 1977 angelegt. Man wollte der Nachwelt den Weg der Steinhauer zu ihren Arbeitsplätzen sowie deren Arbeitswelt nachvollziehen bzw. aufzei¬gen. Das Gelände ist inzwischen mit vielen Farnen, Sträuchern und Bäumen bewachsen. Vereinzelt sind noch Reste der dama¬ligen Arbeitshütten zu sehen. Man kann leicht erkennen, unter welch schweren Bedingungen und auf welch engem Raum die Steinhauer arbeiten mussten. Hinweistafeln geben kurze Erläuterungen.
Wenn es in Lindlar angeblich die meisten Witwen und Waisen gegeben hat, so lag es daran, dass viele Männer im Steinbruch arbeiteten und früh starben. Bekanntlich gab es damals noch keine modernen Filter und Absauganlagen. So atmeten die Steinhauer bei ihrer Tätigkeit die Staubluft ein, die durch das Abklopfen bzw. Abbrechen der Steine entstand. Folge: Die Männer erkrankten sehr früh an der sog. „Staublunge" (Verklebung der Lunge durch Staub).
Damals gründete sich aus sozialen Gründen die „Steinhauergilde", deren Schutzpatron der Heilige Reinholdus ist
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Quelle www.lindlar.de

